Zouzuhang, auch bekannt als das chineschesiche Venedig, erreicht man von Shanghai aus mit dem Bus. Dieser fährt ca. 1 ½ Stunden. Da die Wasserstadt an sich aber nur mit dem Boot erreichbar ist, befördert der Bus einen nicht ganz bis zum Ziel. Um nach Zhouzhuang zu gelangen muss man deshalb an der Endstation des Busses noch ein Stückchen laufen, um zu der kleinen Fähre zu gelangen die nach Zhouzhuang fährt. Dieser Weg ist schon eine ganz nette Ablenkung zu Shanghai und man bekommt einen kleinen Eindruck davon, wie das ländlichere China so aussieht.

Die Wasserstadt ist auch bei Chinesen ein beliebtes Touristenziel, daher kann es gut sein, dass man auf der vollen Fähre als einziger Europäer erst mal selbst zur Attraktion wird.

Nicht umsonst hat Zhouzhuang den Spitznamen „Das chinesische Venedig“. Ich war zwar noch nie in Venedig, aber ich kann mir vorstellen, dass Zhouzhuang der Szenerie von Venedig schon recht nah kommt. Vielleicht nicht ganz so makellos und nicht ganz so romantisch wie das italienische Pendant, aber dafür gibt es auf jeden Fall viel zu erkunden und zu entdecken. Die kleine Wasserstadt hat ihren ganz eigenen Charme, eben auf chinesische Art und Weise. Die Stadt ist mehr als 900 Jahre alt und besteht aus vielen kleinen traditionellen Häusschen, unendlich vielen Bogenbrücken und kleineren Tempelanlagen. Also eindrucksvoll an chinesischer Kultur aber auch sehr romantisch.

Auf den Kanälen fahren überall chinesische Gondoliere. Meist tragen sie die für Asien typischen Kegelhüte und ab und an sinkt ein Gondoliere auch ein chinesisches Lied. Man sollte auf jeden Fall selbst eine so eine Gondelfahrt mitmachen. Sie kostet nur ein paar Euro. So entdeckt man die Stadt noch mal aus einer anderen Perspektive. Zu Fuß kann man Zouzuhang an einem Tag ganz entspannt erkunden. Es gibt auch einige kleine chinesische Restaurants in der Stadt. In denen sitzt man sehr schön, meistens direkt am Wasser mit einem tollen Blick. Allerdings sind hier die Speisekarten auch sehr traditionell chinesisch. Man sollte sich also auf Schildkröte & Co. auf den Speisekarten gefasst machen – oder man packt sich einfach ein Carepaket für den Tag ;).